Fragen und Antworten

In unserem Schmierstoffalphabet haben Sie bereits jede Menge Wissenswertes erfahren. Falls Sie dennoch eine Frage zu unseren Produkten oder Schmierstofftechnischen Themen haben, auf die Sie dort keine Antwort gefunden haben, können Sie uns diese gerne hier stellen.

Die Interessantesten bzw. die am häufigsten gestellten Fragen und die passenden Antworten darauf haben wir hier für sie aufgeführt.

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1.Worauf soll beim Prüfen des ATFs (automatic transmission fluid) geachtet werden?

Lesen Sie die Gebrauchsanweisung für Ihr Fahrzeug, bevor Sie den Prüfvorgang beginnen. Normalerweise wird es empfohlen während der Prüfung den Motor laufen zu lassen und das Fahrzeug auf einer geraden Ebene abzustellen. Nehmen Sie den Getriebeölmessstab heraus und prüfen Sie das ATF nach Farbe und Geruch. Es sollte eine rote und sirupähnliche transparente Substanz sein. Wenn das ATF trüb ist und es nach verbranntem riecht, dann lassen Sie Ihr Fahrzeug bei einer Werkstatt vom Fachpersonal prüfen.

2.Welche Aussage steht hinter der API-Klasse SL/CF ,VW502 00 505 00 /MB229.3? Kann ich dieses Öl für ein Motorad vom Typ Suzuki DL1000,Baujahr 2002 verwenden? Vorgegeben sind die Klassen SE bzw SF.

Das API-Klassifikationssystem unterscheidet zwischen S-Klassen und C-Klassen. Bei der S-Klasse spricht man von Ölen, die über Service-Stationen zum Einsatz kommen (in den USA ausschließlich Fahrzeuge mit Otto-Motoren), bei der C-Klasse von Ölen für den Dieselbereich (Commercial). Der zweite Buchstabe hinter dem S bzw. C gibt den jeweiligen Leistungsstand der Motorenöle wieder. Der alphabetisch höhere Buchstabe schließt die vorhergehenden Leistungsstandards mit ein.

Also die API-Klasse SL/CF ist wie folgt zu entschlüsseln:

SH - Klasse gilt seit 1994. Wie die SG-Klasse (Nochmals erhöhte Beständigkeit gegenüber der Bildung von Ablagerungen, verbesserter Verschleiß- und Korrosionsschutz), aber strengere Versuchsbedingungen.

CF - Klasse gilt seit 1994. Ersetzt CD (Für hochaufgeladene Dieselmotoren unter schweren Betriebsbedingungen). Der Schutz der Kolben und Ringnuten ist insbesondere verstärkt.

Da die API-Klassen rückkompatibel sind, kann das Motorenöl nach API-Klasse SL/CF für Ihr Motorrad unbedenklich verwendet werden. (Die sonstigen Vorschriften des Motorrad-Herstellers sind zu beachten.)

VW 502 00 und 505 00, sowie MB Blatt 229.3 sind lediglich die Herstellerfreigaben, für ein Suzuki-Motorrad ohne Bedeutung.

3.Was ist der Unterschied zwischen Hypoidgetriebe und Differencialgetriebe?

Der Hypoidantrieb (auch Hypoidgetriebe) ist eine Abwandlung des Kegelradsantriebes. Im Gegensatz zum normalen Kegelradantrieb sind hier die Achsen von Antriebs- und Tellerrad versetzt, schneiden sich also nicht. Neben der Abwälzbewegung der Zähne entsteht aber als Folge der Achsversetzung auch eine für Zahnräder unerwünschte Gleitbewegung. Dies erfordert in der Regel Getriebeöl mit speziellen Additiven zur Schmierung. Das Tellerrad ist im Gegensatz zu anderen Zahnrädern nicht gerad- oder schräg-, sondern bogenverzahnt.

Ein Differentialgetriebe (auch Ausgleichsgetriebe) oder kurz Differential genannt, ist ein spezielles Planetengetriebe mit einer bestimmten Standünersetzung. Ein Differentialgetriebe besteht im Prinzip aus einem drehbaren Differentialkorb, der als Antrieb dient und an dessen Innenseite mehrere, üblicherweise zwei oder vier, Kegelräder drehbar befestigt sind. Der Differentialkorb wird über ein Kegelrad-, Stirnrad- oder Hypoidgetriebe angetrieben. (14.05.08.)

4.Ich fahre normalerweise ein Motoröl SAE 15W-40. Ist es sinnvoll, vor dem Winter auf ein 10W-40 oder 5W-40 umzusteigen?

In den Wintermonaten ist ein Öl auf Grund der niedrigen Temperaturen beim Kaltstart deutlich zähflüssiger als im Sommer. Dies hat zur Folge, dass das Öl länger braucht, um an alle Schmierpunkte im Motor zu gelangen. Es ist also sinnvoll, in den kalten Wintermonaten auf ein Motoröl mit abgesenkter Kälteviskosität zu wechseln, z.B. BIZOL Gold 10W-40 oder besser sogar auf BIZOL Platin 5W-40. Dadurch kommt das Öl beim Kaltstart schneller an die kritischen Schmierstellen und der Kaltstartverschleiß wird deutlich reduziert. Außerdem wird der Kraftstoffverbrauch in der Kaltlaufphase deutlich gesenkt, die Emissionen werden gleichzeitig reduziert. Der Motor springt schneller an und läuft rund, die Batterie wird geschont.

Wichtig! Bevor Sie sich für einen Wechsel entscheiden, schauen Sie bitte nach Herstellervorschriften in der Gebrauchsanweisung Ihres Autos.

5.Was ist ein Katalysator und wie funktioniert er?

Als Katalysatoren werden Stoffe bezeichnet, die nur durch ihre Anwesenheit eine chemische Reaktion an anderen Stoffen in Gang bringt oder (beschleunigend, verzögernd, richtungsweisend) beeinflusst, ohne sich selbst zu verändern; in der Mineralölindustrie sind meist feste Katalysatoren im Gebrauch, z.B. Kobalt, Molybdän, Platin, Nickel, Barium u.a., die sehr oft auf einem Katalysatorträger aufgebracht sind.

Katalysatoren für PKW mit Otto-Motoren gibt es in der Regel als Ein; Zwei- und Dreiwege-Katalysatoren. Sie sind ein Teil der Auspuffanlage, die in Verbindung mit einer Lambda-Sonde und einem Steuergerät, je nach Betriebsbedingungen , die evtl. anfallenden umwelt- schädlichen Emissionen des Abgases (Kohlenwasserstoffe CH, Stickoxide NO. und Kohlenmonoxid CO) in unschädliche Emissionen (Wasserdampf H2O, Kohlendioxid CO2 und Stickstoff N) umwandeln sollen.

6.Haben Sie irgendwelche Empfehlungen zur Reinigung von mechanischen und automatischen Getrieben? Firma Wynn's empfiehlt zur Reinigung von mechanischen Getrieben den Motorreiniger zu benutzen. Was sagen Sie dazu?

Zur Reinigung der mechanischen Getrieben (Ausnahme - Getriebe mit Ölbadkupplung) kann sicher unser Bizol Motor-Reiniger (Art.-Nr. 3984) eingesetzt werden. Die Menge muss allerdings dem Getriebeölvolumen angepasst werden. Das Fahrzeug sollte dabei auch nicht gefahren werden.

Für das Automatikgetriebe können wir guten Gewissens gar kein Produkt empfehlen, da hier sehr schnell die Reibwerte verändert werden können. Es gibt zur Zeit auch kein passendes Produkt auf dem Markt. Ein weiteres Problem: beim Ölwechsel im Automatikgetriebe bleibt viel Öl im Wandler zurück.

7.Wie ist der Gefrierpunkt Ihres Produkten Bizol Kühlerfrostschutz nach der Wasserzugabe zu ermitteln? Kann der Gefrierpunkt anhand der Dichtemessung ermittelt werden?

Auf unserem Produkt BIZOL Kühlerfrostschutz (Art.-Nr. 1111) haben wir eine Mischtabelle (sieh auch unten) dargestellt. Mit Hilfe dieser Tabelle kann der gewünschte Gefrierpunkt erreicht werden. Sie können es gern überprüfen, in dem Sie ein Spezialgerät – Refraktometer – zur Hilfe nehmen (z.B. Liqui Moly Freezemat). Das Messprinzip solcher Geräten basiert auf der Messung der Flüssigkeitsdichte. Die Skala zeigt aber den Gefrierpunkt in °C. Es gibt auch einfache Messeinrichtungen wie z.B. Frostschutzprüfer in traditioneller Bauweise (Glaszylinder, Glasaräometer, Thermometer, Korrekturtabelle).

Bizol Kühlerfrostschutz Wasser Pour-Point
1 l 1,9 l – 20° C
1 l 1,25 l – 30° C
1 l  0,9 l – 40° C

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