Schmierstoff-ABC

Motorenöle

Motorenöle dienen zur Schmierung der Lager, des Triebwerkes, der Zylinder und Steuerräder in Verbrennungskraftmaschinen. Diese sind in verschiedene Viskositäten eingestuft (SAESociety of Automotive Engineers (USA)  -Klassifikationen); es gibt unlegierte und legierte Motorenöle, Moderne Motorenöle basieren in ihrer Art und Leistungsfähigkeit auf unterschiedlichen Grundölen oder auf den sich daraus ergebenden Grundölmischungen. Zusätzlich werden Additive eingesetzt, die unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen. Nur eine ausgewogene Formulierung (Grundöl und Additivkomponenten) ergibt ein leistungsstarkes Motorenöl.

Grundöl

Grundöle verleihen Schmierstoffen grundlegende spezifische Eigenschaften, die sich in den Leistungen der Fertigprodukte deutlich bemerkbar machen.

Mineralöl-Produkte sind die aus dem mineralischen Rohstoff Erdöl gewonnenen flüssigen Destillations- und Raffinations-Produkte, die hauptsächlich aus Gemischen von gesättigten und evtl. geringen Mengen ungesättigten Kohlenwasserstoffen bestehen.

Hydrocracköle sind veredelte Mineralöle mit höherem Reinheitsgrad und verbesserter Molekülstruktur.

Polyalphaolefine (PAO) sind Produkte der Petrochemie (Synthese) - Chemisch konstruierte geradlinige Kohlenwaserstoffverbindungen.

Synthetische Ester sind Verbindungen synthetisch hergestellter Säuren mit Alkoholen. Chemisch hergestellte Produkte mit Molekülen beliebiger Form, Struktur, Art und Größe.

Mineralische Motorenöle

Konventionell werden Motorenöle aus Mineralölen hergestellt. Diese Öle sind aber durch steigende Anforderungen wie verlängerte Ölwechsel-Intervalle, hohe Motorleistung und der Forderung nach Leichtlaufverhalten in ihrer Leistungsfähigkeit begrenzt. Typische Viskositäten: 10W-40, 15W-40 oder 20W-50.

Hydrocrack- (HC-) Motorenöle

Hydrocrack-Öle sind mineralische Grundöle, die in der Raffinerie durch aufwendige Verfahrenstechniken weiterverarbeitet werden. Sie beinhalten des Weiteren einen geringen Anteil an synthetischen Komponenten. Typische Viskosität: SAE 5W-40, 5W-30 oder 10W-40.

Teilsynthetische Motorenöle

sind Mineralöle mit synthetischen Komponenten. Sie verbessern die Kaltstart-Eigenschaften, halten den Motor sauber und bieten einen ausgezeichneten Verschleißschutz. Typische Viskosität: 10W-40, 5W-40.

Vollsynthetische Motorenöle

Synthetische Grundöle bilden die Basis für Motorenöle mit deutlich verbesserten Eigenschaften. Vollsynthetische Motorenöle sind in Benzin- und Dieselmotoren einsetzbar und bieten optimalen Verschleißschutz, sehr gute Ölversorgung beim Kaltstart, Leichtlaufeigenschaften und hervorragende Motor-Sauberkeit. Sie erfüllen häufig die höchsten Qualitätsstandards APIAmerican Petroleum Institute ACEAAssociation des Constucteurs Europeens d'Automobiles   und Firmenfreigaben. Für lange Ölwechselintervalle sind sie besonders geeignet. Typische Viskosität: 0W-30, 0W-40, 5W-40.

Diesel-Motorenöle

Die derzeit höchste Anforderung an Pkw-Diesel und Turbo-Dieselmotoren stellt die ACEA B3 bzw. B4-Klassifikation und die Firmenfreigabe VW 505.00 dar. Sie sind für den Einsatz in selbstansaugenden sowie turboaufgeladenen Dieselmotoren mit und ohne Ladeluftkühlung optimal geeignet. Nur Hochleistungs-Motorenöle erfüllen diese Anforderungen wie unser Bizol Diesel Ultra SAE 10W40.

Leichtlauföle

besitzen ein günstiges Kältefließverhalten, zeichnen sich durch niedrige Pumparbeit und eine hohe thermische Belastbarkeit aus. Sie haben daher einen positiven Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch. Typische Viskositäten: 0W-30, 0W-40, 5W-40, 5W-30, 10W-40.

Ganzjahresöle

oder Mehrbereichsmotorenöle kann man in unserem gemäßigten Klima das ganze Jahr einsetzen. Sie sind im Winter nicht zu dickflüssig und im Sommer bei hohen Motor-Temperaturen nicht zu dünnflüssig, z.B. 0W-30, 0W-40, 5W-30, 5W-40, 10W-40, 15W-40, 20W-50.